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Abgeschlossene Forschungsprojekte

Reduzierung von Schwanzbeißen bei Mastschweinen: Verbreitung einer Managementhilfe durch Schulungen und Interventionsstudie auf Praxisbetrieben (SchwIP)

Forschungsteam Lars Schrader • Sabine Dippel • Astrid vom Brocke • Dana Madey
Einrichtung Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, Institut für Tierschutz und Tierhaltung
Laufzeit 09/2011 bis 09/2014
Finanzierung Gesamtkosten: 217.000 Euro
Das Projekt wird finanziert durch die Tönnies Forschung, das Friedrich-Loeffler-Institut und das Land Niedersachsen

Schwanzbeißen ist ein häufiges Problem in der Mastschweinehaltung. Da Schwanzbeißen zahlreiche Einflussfaktoren und Gründe haben kann, sind betriebsindividuelle Ansätze erforderlich, um das Problem zu lösen. Ziel des Forschungsprojektes ist es eine betriebsspezifische Management-Hilfe zu erarbeiten, evaluieren und verbreiten.Dadurch lässt sich die Problematik des Schwanzbeißens auf deutschen Mastschweinebetrieben reduzieren.

Managementhilfe für die Praxis

Hierzu wurde eine in Großbritannien entwickelte, Software-gestützte Managementhilfe an deutsche Verhältnisse angepasst. DasProgramm (SchwIP, „Schwanzbeiß-Interventions-Programm“) erlaubt es, Management und Haltungsumwelt im jeweiligen Betrieb detailliert zu erfassen. Das System zieht dazu Interviews und Direktbeobachtungen heran und wertet sie aus. Die Ergebnisse werden in einem betriebsspezifischen Bericht mit Schwachstellenanalyse und Lösungsansätzen zusammengefasst, die der Tierhalter dann in der Praxis nutzen kann.

Pilotprojekt und Erfolgsüberprüfung

Im Rahmen einer Interventionsstudie wird die Managementhilfe evaluiert. Hierzu wird das SchwIP auf 70 Betriebe angewendet.Mit dem Betriebsleiter werden Pläne zur Reduzierung typischer Risikofaktoren erstellt. Nach einem Jahr wiederholt man die Erhebung und beurteilt den Erfolg anhand umgesetzter Maßnahmen und ihrem Wirkungsgrad.

Schulungen zur Anwendung von SchwIP

In der Schulungsphasewerden Berater und Tierärzte mit dem Einsatz der Management-Hilfe vertraut gemacht. Anschließend sollen die Berater und Tierärzte das Programm auf den von ihnen betreuten Betrieben nutzen. Auch hier wird die Erhebung nach einem Jahr wiederholt. Gleichzeitig läuft auf dem Schlachthof der Firma Tönnies in Rheda-Wiedenbrück eine noch präzisere Überprüfung ab. Bei denjenigen Tieren, die geschlachtet werden, fotografiert man die Schwänze und führt ein Monitoring der Läsionen durch, um die Situation genau analysieren zu können.

Dokumente und Downloads

Kontakt

Tönnies Forschung
In der Mark 2 • 33378 Rheda-Wiedenbrück

Tel.: 0 52 42 / 961 - 5338
E-Mail: info@toennies-forschung.de

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