Ausschreibung 2026:
Wer ernährt uns morgen?

Die 2010 gegründete Tönnies Forschung verleiht alle zwei Jahre den „Bernd-Tönnies-Preis für Tierschutz in der Nutztierhaltung“.

Die gemeinnützige Tönnies Forschung mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück schreibt 2026 den Bernd-Tönnies-Medienpreis aus. Ab sofort können sich Journalistinnen und Journalisten mit ihren deutschsprachigen Beiträgen bewerben. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert und würdigt herausragende journalistische Arbeiten zum Thema „Wer ernährt uns morgen? Herausforderungen und Konzepte junger Landwirte für eine moderne Nutztierhaltung“.

Gesucht werden journalistische Beiträge, die sich unter anderem mit dem Generationswechsel in der Landwirtschaft, innovativen betrieblichen und gesellschaftlichen Konzepten, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie den Herausforderungen der Hofnachfolge auseinandersetzen. Im Mittelpunkt stehen Perspektiven junger Landwirtinnen und Landwirte sowie deren Rolle für eine zukunftsfähige Nutztierhaltung und Ernährungssicherung.

Teilnahmeberechtigt sind deutschsprachige journalistische Beiträge, die seit dem 1. Januar 2024 bis zum Einsendeschluss am 31. Dezember 2026 veröffentlicht wurden – unabhängig davon, ob sie in Print oder Onlinemedien, im Rundfunk, als Podcast, Video, Sachbuch oder in multimedialen Formaten erschienen sind. Bewerben können sich sowohl freie als auch festangestellte Journalistinnen und Journalisten.

Der Medienpreis wird im Gedenken an Bernd Tönnies († 1994) verliehen, den Gründer der Firma Tönnies Fleisch.

Der Preis wird in zwei Hauptkategorien vergeben:

•             Text (Print und Online)

•             Bewegtes Bild / Audio / Multimedia

Pro Person können bis zu zwei Beiträge eingereicht werden. Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Jury. Die feierliche Preisverleihung findet im Frühjahr 2027 statt.

Bewerberinnen und Bewerber senden ihren journalistischen Beitrag beziehungsweise ihre Beiträge gemeinsam mit einem tabellarischen Lebenslauf per E-Mail an kontakt@toennies-forschung.de oder per Post an:

Tönnies Forschung gGmbH
In der Mark 2
33378 Rheda-Wiedenbrück

Eingereichte Unterlagen werden nicht zurückgesandt. Die Preisträgerinnen und Preisträger werden benachrichtigt.

Die Preisträger

Norbert Haberger ist der jüngste Preisträger des Bernd-Tönnies-Preises. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung durfte er im März 2024 beim Symposium der Tönnies Forschung in Berlin für seinen Film „Umweltschutz oder Ertrag? Landwirte in der Zwickmühle“ entgegennehmen. Mit seinem Beitrag in der Reihe „Unser Land“ des Bayrischen Rundfunks (BR) setzte sich Haberger gegen rund zwei Dutzend weitere preisverdächtige Werke aus den Bereichen Print, Radio, Fernsehen und Online durch.

Martina Lenk als Mitglied der Jury des Bernd-Tönnies-Preises würdigte in ihrer Laudatio die hohe Qualität aller eigegangenen Bewerbungen. „Ein Beitrag stach aber hervor – der von Norbert Haberger“, sagte sie im Rahmen der Preisverleihung. Mit seinem Film für den BR habe der Journalist die Komplexität der Themen Tierwohl in der Nutztierhaltung und Auswirkungen auf das Klima einer breiten Öffentlichkeit geschickt nähergebracht.

So stellt Norbert Haberger in dem 30-minütigen Film eine Bio-Rinder-Alm in Südbayern mit 27 Tieren einem Hochleistungs-Betrieb mit 600 Kühen in Bayern hinsichtlich ihrer Klima-Bilanz gegenüber. Beide treten in einem imaginären Wettbewerb gegeneinander an und lassen sich von der Bayrischen Landesanstalt für Landwirtschaft mittels Klimarechner vergleichen. „Der Laie versteht im Laufe des Beitrags: Es geht nicht nur darum, dass die Kühe fröhlich auf der Wiese herumtollen – Tierwohl kann durchaus auch in der herkömmlichen Produktion gegeben sein“, führte Martina Lenk weiter aus. Haberger habe den Film als spannenden Wettbewerb gestaltet, der mit Einschätzungen von Fachleuten unterfüttert und angereichert wurde. Dank der Spannung bleibe der Zuschauer bis zum Ende des halbstündigen Beitrags dabei.

„Denn schließlich möchte er nun wissen: Wer macht das Rennen? Können Tierwohl und Klimaschutz gleichzeitig gelingen?“ Und so dürfte sich ein Großteil Zuschauer sicherlich verwundert die Augen gerieben haben, dass der große Hochleistungs-Zuchtbetrieb beim CO2-Fußabdruck am Ende die Nase vorne hat.

„Sie haben die breite Öffentlichkeit erreicht, Tierwohl und Klimaschutz gemeinsam betrachtet, dramaturgisch hervorragend aufbereitet und gleichzeitig Schwierigkeiten benannt. Wir meinen: charmant gelöst und damit der verdiente Preisträger des Bernd-Tönnies-Preises 2024“, unterstrich Martina Lenk und überreichte den Preis gemeinsam mit Robert Tönnies, Gesellschafter der Premium Food Group.

Bernd-Tönnies-Preis 2020

Sigrid Born – Süddeutscher Rundfunk

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Bernd-Tönnies-Preis 2017

Barbara Klingbacher – NZZ Folio

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Bernd-Tönnies-Preis 2016

Miriam Freudig und Marion Meyer-Radtke – SWR2 Radio

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Bernd-Tönnies-Preis 2012

Jan Grossarth (FAZ) und Edgar Verheyen (SWR)

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Bernd-Tönnies-Preis 2011

Christina Hucklenbroich – FAZ

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