Ziele und Absichten der Tönnies Forschung

Beitrag zu sachlicher Diskussion

Die Nutztierhaltung ist ein Thema von großem öffentlichem Interesse. In der Diskussion um artgerechte Haltung, Transport, Schlachtung oder Arzneimitteleinsatz mischen sich viele Stimmen, verschiedenste Vorstellungen und berechtigte Erwartungen an alle Beteiligten, in der Landwirtschaft und in der Lebensmittelindustrie. Gleichzeitig zeigt sich eine größer werdende Distanz in der Öffentlichkeit gegenüber der Nutztierhaltung. Aus dieser resultieren Skepsis und nicht selten Vorbehalte gegenüber der Nutztierhaltung im Allgemeinen und der Fleischproduktion im Speziellen.
Im Spannungsfeld zwischen ökonomischen Zwängen, Verbrauchererwartungen und gesellschaftlichen Forderungen stehen Unternehmen der Branche in der Pflicht, diese Vorbehalte auszuräumen und die Diskussion zu versachlichen. Darüber hinaus muss der Aspekt der Nachhaltigkeit der Nutztierhaltung in den Blick rücken.

Gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung der Forschung über die Zukunft des Tierschutzes und der Nachhaltigkeit der Nutztierhaltung mbH

Um die wissenschaftlichen Grundlagen für die notwendige Diskussion zu legen und einen Beitrag zu leisten, die Bedingungen der Nutztierhaltung stetig zu verbessern, wurde 2010 die Tönnies Forschung gegründet. Die Gesellschaft initiiert und fördert Forschungsvorhaben, die sich mit dem Tierschutz im Allgemeinen und der Nutztierhaltung beziehungsweise der Nachhaltigkeit der Nutztierhaltung im Speziellen befassen. Die Tönnies Forschung verfolgt dabei ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.

Impulse für Wissenschaft und Praxis durch Grundlagenforschung

Das Ziel der Gesellschaft ist es, durch die Förderung der Grundlagenforschung zu den Themen Ernährung, Haltung und Transport von Tieren die Basis für weitere wissenschaftliche Erkenntnisse zu legen. Dadurch leistet die Tönnies Forschung einen Beitrag für kontinuierliche Fortschritte bei Tierschutz und Tierhaltung sowie der Nachhaltigkeit in letztgenanntem Bereich.

Die Tönnies Forschung hat
folgende konkrete Aufgaben

  • Gegenstand der Gesellschaft ist die Forschung über die Zukunft des Tierschutzes und der Nachhaltigkeit der Nutztierhaltung. Hierzu initiiert und unterstützt die Gesellschaft Forschungsprojekte sowie Studien mit dem Ziel, eine Verbesserung der Nutztierhaltung unter Berücksichtigung von Tier-, Klima-, Umwelt-, Natur- und Verbraucherschutz sowie gesunder Ernährung zu erreichen.
  • Darüber hinaus fördert die Gesellschaft die Verbreitung der Forschungsergebnisse und deren Anwendung in der Praxis.
  • Der Zweck der Gesellschaft umfasst zudem die Förderung von Weiterbildungseinrichtungen zu Tier-, Verbraucher- und Naturschutz sowie die Schulung von Personen, die beruflich in der Nutztierhaltung tätig sind. Darüber hinaus organisiert sie Dialogveranstaltungen mit solchen gesellschaftlichen Akteuren, die im Zusammenhang mit den beschriebenen Forschungsgegenständen stehen.

Das Kuratorium

Das Kuratorium der Tönnies Forschung setzt sich aus bis zu zwölf Personen zusammen. Die wichtigste Aufgabe des Kuratoriums der Tönnies Forschung ist die Beratung und Entscheidung über förderungswürdige Forschungsvorhaben.
Die vielfältigen Qualifikationen der Mitglieder – wissenschaftliche Kompetenz und praktische Erfahrungen – sind die beste Gewähr für eine effektive, unabhängige Beurteilung bei der Auswahl der Projekte.

Vorsitzender des Kuratoriums

Prof. Dr. Hans-Joachim Bätza

Tierarzt (im Ruhestand)

Stellv. Vorsitzender des Kuratoriums

Prof. Dr. Dr. Kai Frölich

Direktor des Tierparks Arche Warder e.V.

Mitglieder des Kuratoriums

Dr. Madeleine Martin

Tierschutzbeauftragte des Landes Hessen

Jens-Uwe Göke

Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

Prof. Gerd Weyland

Weyland & Koerfer Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB

Hubertus Beringmeier

Präsident des
Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands

Prof. Dr. Wilhelm Windisch

eh. Ordinarius für Tierernährung an der Technischen Universität München

Prof. Friedhelm Taube

eh. Direktor des Instituts für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Johannes Remmel

 eh. NRW-Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen

Gesa Langenberg

Agrarwissenschaftlerin und Landwirtin, Vorstandsmitglied der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN)

Gesellschafter

Clemens Tönnies

Robert Tönnies

Team tf

Dr. Gereon Schulze Althoff

Geschäftsführer

Kai Lars von Stockum

Kommunikation

Ida Staubach

Administration

Chiara Quandt

Events

info@toennies-forschung.de

Aktuelles

Quo vadis Nutztierhaltung?

Auf welchem Weg finden wir zu einer zukunftsfesten Nutztierhaltung? Diese Frage steht im Zentrum des 6. Symposiums der Tönnies Forschung am 11. und 12. März 2024 in Berlin. Im Fokus stehen Strategien zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks entlang der gesamten Wertschöpfungskette, die den Ansprüchen an Ernährungssicherung, Tier- und Klimaschutz gerecht werden.